Picanova beteiligt sich an NFT-Startup

Der Bild- und Druckdienst­leister Picanova, nach ­eigenen ­Angaben Welt­marktführer im Bereich   ­individualisierter Wanddekorations- und Innenausstattungsprodukte, hat eine Beteiligung an license.rocks erworben. Das Berliner Startup ist auf non-fungible token (NFT) Technologie spezialisiert und soll Picanova dabei unterstützen, eine eigene Plattform zu entwickeln, auf der NFTs in physische Produkte umgesetzt werden können.

NFTs sind einmalige, nicht austauschbare (non-fungible) Datensätze, die in einer Blockchain auf bestimmte digitale Inhalte wie z. B. Bilder verweisen und als Nachweis von Eigentumsrechten dienen können. Die Nutzung von NFTs für physische Produkte ist bisher kaum möglich, da die derzeitigen Plattformen nur digital funktionieren. Mit dem Zusammenschluss von ­Picanova und license.rocks sollen jetzt die Voraussetzungen dafür geschaffen werden, dass Künstler, Fotografen, Designer und anderen Kreative individualisierte, mit einzigartigen NFT-­Kollektionen verbundene Print-Produkte wie Wanddekorationen, Kleidungsstücke und Accessoires anbieten können. Die dafür zu entwickelnde Plattform solle durch die Kombination von Blockchain-Technologie und individualisierten Print-on-Demand Produkten die On-Chain- und die Off-Chain-Welt auf globaler Ebene mit­einander verbinden, erklärte ­Picanova in einer Pressemitteilung.

Digitale Geschäftsmodelle

„Mit unserer Fähigkeit, bis zu 500.000 individualisierte Produkte pro Tag zu produzieren und unserer langjährigen Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Kreativen sind wir bestens aufgestellt, diese digitalen Geschäftsmodelle von morgen zu realisieren”, erklärte Philipp Mühlbauer, Gründer und Co-CEO von Picanova. „Wir wollen der führende Full-Service-Anbieter der Kreativ­wirtschaft werden, indem wir es jedem ermöglichen, sein geistiges Eigentum (IP) sowohl im Web3 als auch in der physischen Welt zu monetarisieren – alles aus einer Hand und auf einer Plattform.“

Auch Daud Zulfacar, Gründer und Co-CEO von license.rocks, verspricht sich viel von der Partnerschaft: „Wir waren auf der Suche nach einem ­strategischen Investor, der die gleiche Vision des Aufstiegs der Creator ­Economy teilt und unserer bestehenden Lösung einen zusätzlichen Mehrwert verleihen kann. Die Produktexpertise von Picanova und ihre Leidenschaft für die Kreativwirtschaft machen sie zum perfekten Partner für unsere Weiterentwicklung.“

Neben den Kreativen will Picanova auch traditionelle Merchandise-­Akteure ansprechen, z. B. Sport­vereine, Mitarbeitermarken und Musiker, die ihre bestehenden Einnahmequellen ausbauen möchten. Denn die Plattform soll es jedem möglich machen, gesicherte NFT-Kollektionen zu erstellen, die an zertifizierte, ­limitierte Merchandise-Artikel gebunden und durch individuelle Blockchain-basierte Token gesichert sind. Durch die Nutzung der Blockchain-Technologie könne die Plattform von Picanova darüber hinaus die Eigentumsverhältnisse zertifizieren, betonte das Unternehmen. Das wäre ein wichtiger Beitrag zur Lösung des Problems gefälschter Merchandise-­Produkte, mit dem sich bekannte ­Marken häufig konfrontiert sehen.

Picanova hat offensichtlich nichts Geringeres vor, als das Geschäft mit Lizenzprodukten völlig neu zu definieren: „Fans auf der ganzen Welt werden ihre Idole unterstützen können, indem sie an physische Produkte gebundene NFTs kaufen und tauschen”, kündigte Mühlbauer an. „Marken und digitale Creators können ­ihre eigenen Communities aufbauen, in denen zertifizierte Merchandise-­Produkte als einfacher, benutzerfreundlicher Zugangspunkt dienen. Der Launch unserer Plattform ist für den kommenden Monat geplant, jeder kann sich unter nft.picanova.com registrieren, um sich einen Platz im Launch-Programm der Plattform zu sichern.“