Die neue Pentax K-3 Mark III kommt im April

Die lange erwartete Pentax K-3 III ist da. Das neue ­Spitzenmodell mit APS-C ­Sensor ist wie die Vorgängerin eine klassische Spiegelreflex, für deren Entwicklung Ricoh Imaging nach eigener Aussage nicht das technisch Machbare, sondern vor allem die Leidenschaft seiner Kunden fürs Bild zum Maßstab genommen hat. Das Ergebnis ist eine schnelle, gut zu bedienende Kamera, in der sich die Tradition ihrer Bauweise mit aktueller Technik verbindet.

Das unbestrittene Alleinstellungsmerkmal einer Spiegelreflex-Kamera ist bekanntlich der optische Sucher. Den hat Ricoh Imaging für die Pentax K-3 Mark III nochmals aufgerüstet: Mit einem Vergößerungsfaktor von 1,05 (K-3 Mark II: 0,95) und einem fast 100-prozentigen Sichtfeld lässt er sich durchaus mit Vollformatmodellen vergleichen. Auch bei der optischen Ausstattung des „Durchblickers” hat der Hersteller mit einem verzerrungskorrigierenden optischen Element und verbesserten Linsenbeschichtungen nachgelegt. Dadurch wurde die Helligkeit gegenüber dem Sucher der Vorgängerin um fast 10 Prozent übertroffen. Die Mattscheibe Natural Bright Matte III unterstützt die manuelle Fokussierung und die natürliche Wiedergabe von Bokeh-Effekten. Durch die transparente Anzeige der wichtigen Betriebsdaten hat der Anwender im Sucher alles im Blick, ohne die ­Kamera beim Fotografieren vom Auge nehmen zu müssen. 

Sehen im Dunkeln

In der Pentax K-3 Mark III hat Ricoh Imaging erstmalig einen rückwärtig belichteten APS-C Sensor verbaut. Er hat 25,73 effektive Megapixel, deren Signale vom neuen Bildprozessor Imaging Engine Prime V mit Hilfe einer neuen Beschleunigereinheit schnell und effizient verarbeitet werden. Auf einen Tiefpassfilter wurde verzichtet, um Auflösung und Schärfe des Sensors voll aufs Bild zu bringen. Diese Bauweise führt zu mehr Kontrast, weniger Rauschen und einer geradezu spektakulär gesteigerten Lichtempfindlichkeit, die sage und schreibe ISO 1.600.000 erreicht.

Mit der neuen Prozessortechnik macht die Pentax K-3 Mark III ordentlich Tempo: Bis zu 32 RAW-Dateien können mit 12 Bildern/s (11 Bilder/s mit Schärfe- und Belichtungsnachführung) in Folge aufgenommen werden. Bei bis 2,5 Bildern pro Sekunde und im JPEG-Format erhöht sich die Zahl der Aufnahmen auf bis zu 90 Fotos hintereinander. Um diese Werte zu erreichen, wurde die Spiegel- und Verschlussmechanik neu konstruiert. Trotz der hohen Belastung ist der Verschluss auf mindestens 300.000 Auslösungen ausgelegt.

IBIS-Bildstabilisator

Die Pentax K-3 Mark III ist mit einem gehäuseintegrierten Bildstabilisator (IBIS) ausgestattet, der Verwacklungen unabhängig vom verwendeten Objektiv um bis zu 5,5 EV kompensiert. Die Stabilisierung erfolgt dabei in fünf Achsen: Neben der Sensordrehung sowie der horizontalen und vertikalen Verschiebung kompensiert die ­Kamera auch horizontale und vertikale Neigungen, die beispielsweise bei Makroaufnahmen vorkommen können. Horizontale Schwenkbewegungen werden dabei automatisch erkannt und ebenfalls ausgeglichen. Die Bildstabilisierung wird auch für die automatische Ausrichtung des Horizonts genutzt. So kann eine schräge Kamerahaltung bis zu einem Bildwinkel von 2° automatisch korrigiert werden. Zudem ist es möglich, den Sensor manuell zu verschieben, und zwar in horizontaler oder vertikaler Richtung um bis zu 1,5 mm und in der Rotation um bis zu 2° erfolgen.

Wie das Vorgängermodell ist die ­Pentax K-3 Mark II mit einer Pixel­shift-Funktion ausgestattet. Dabei werden vier Aufnahmen in Serie gemacht, zwischen denen der Sensor jeweils um einen Pixel nach oben, unten, links und rechts verschoben wird. Aus diesen vier Bildern berechnet die Kamera ein Einzelbild, das als JPEG- oder RAW-Datei gespeichert werden kann. So ist es möglich, alle RGB-Farbinformationen des 25,73 Megapixel-Sensors ohne Interpolation für die Bilddatei zu nutzen. 

Ebenfalls an Bord ist die HDR-­Funktion (High Dynamic Range), bei der ein Bild mit besonders hohem Kontrast aus drei Einzelaufnahmen zusammengesetzt wird. 

101 Fokussensoren 

Für die Pentax K-3 Mark III hat Ricoh Imaging das Autofokussystem Safox 13 konstruiert. Es arbeitet mit 101 AF-Sensoren, von denen 25 als Kreuzsensoren in der Mitte positioniert sind. Für das  zuverlässige Fokussieren bei Nachtaufnahmen gibt es drei zentral angeordnete Spezial-Sensoren, die bereits bei einem LW von -4 EV reagieren. Erstmalig in dieser Kamerafamilie können die einzelnen Fokuspunkte mit einem kleinen Joystick ­intuitiv angewählt werden. Das neue AF-System wird durch einen neuen RGB-Ir-Bildsensor mit ca. 307.000 Pixeln und einem neu entwickelten Algorithmus zur Bildverfolgung unterstützt, um auch Motive in Bewegung zuverlässig zu erfassen. Dieser Sensor liefert auch die Daten für das neue Echtzeit-Szenen-Analysesystem (Real-time Scene Analysis System). Es erkennt Motive mit ihrer Farb- und Helligkeitsverteilung sowie die Bewegung mit Hilfe von Deep Learning Techno­logie (künstlicher Intelligenz), um die Belichtungsparameter und den Autofokus anzupassen. 

Hochauflösender LCD-Monitor

Der 3,2-Zoll-LCD-Monitor der Pentax K-3 Mark III hat eine Auflösung von ca. 1.620.000 Bildpunkten und ermöglicht dank seiner berührungsempfindlichen Oberfläche erstmals im Pentax-System die intuitive Menüsteuerung mit den Fingerspitzen, mit denen man auch in das Bild hineinzoomen kann. Ein Spezialharz zwischen den Monitorschichten reduziert Reflexionen und die Streuung von Licht. Um im Vergleich zum Vorgängermodell eine schlankere Bauweise zu erreichen, kann das Display nicht geschwenkt werden.

4K-Videos

Videos nimmt die Pentax K-3 Mark III in 4K-Auflösung (3.840 x 2.160 Pixel; 30p/24p Bildrate) oder Full-HD (1.920 x 1.080 Pixel; 60p/30p/24p Bildrate) im H-264-Aufnahmeformat auf. Für den Ton gibt es einen Anschluss für ein ­Stereo-Mikrofon sowie einen Kopf­hörer. Um die Datenmengen bei hoher Bildfrequenz oder Videoaufnahmen zu bewältigen, ist einer der beiden SD-Karten-Steckplätze für den UHS-II Standard vorbereitet. Ebenso wie Fotos können Videos und direkt in der Kamera bearbeitet werden. So stehen schon bei der Aufnahme verschiedene Filter und auch die Pentax Custom Image Funktion, die verschiedene Filmtypen simuliert, zur Verfügung. Für Videoaufnahmen gibt es einfache Möglichkeiten des Filmschnitts. 

Individuelle Bedienung

Das erstmalig in der Pentax Z-1 eingesetzte Hyper-Operation-System ist auch bei der K-3 Mark III ein wichtiges Element für die Belichtungssteuerung. Dabei kann jetzt im Modus Programmautomatik nicht nur ohne Umschalten zwischen Zeit- und Blendennachführung gewechselt, sondern auch die ISO-Empfindlichkeit nachgeführt werden. Zudem gibt es zahlreiche Möglichkeiten, die Bedienung der Kamera den individuellen Vorlieben anzupassen. So können mit dem Pentax-typischen Smart-Function-System fünf Funktionen selektiert und schnell über das ­hintere Einstellrad auf der Oberseite des Gehäuses aufgerufen werden. Die entsprechenden Informationen werden im Sucher eingeblendet. Für häufig verwendete Funktionen können weitere zehn Steuertasten individuell belegt werden. 

Robustes Gehäuse

Die Pentax K-3 Mark III kann über Bluetooth und WLAN mit Smartphones oder Tablets verbunden werden. Mit Hilfe der kostenlosen Image Sync-App ist die Anzeige von Live View-Bildern auf dem Display des Mobilgeräts sowie die Steuerung der Kamera möglich. Das Gehäuse der Pentax K3 Mark III, die Kälte von bis zu bis -10°C veträgt, besteht aus einer robusten Magnesium-Aluminiumlegierung und ist gegen das Eindringen von Staub und Feuchtigkeit geschützt. Als Zubehör zur Kamera bietet Ricoh Imaging u. a. den neuen Batteriegriff D-BG8 an, der ebenfalls mit dem Akku D-LI90 betrieben wird und die Zahl der Aufnahmen ohne „Tankstopp” auf bis zu 1.800 erhöht. Er kann auch als Handgriff für Hochformataufnahmen verwendet werden.

Mit der Pentax K-3 Mark III können alle Objektive mit K-Bajonett eingesetzt werden; mit Hilfe eines Adapters ist auch der Einsatz von M42-Objektiven möglich. Dabei ist es wie bei der K-3 Mark II notwendig, die Brennweite einzugeben, um das integrierte Bildstabilsierungssytem nutzen zu können. Das neue Modell kann diese Werte speichern und in die EXIF-Daten aufnehmen. 

Die Pentax K-3 Mark III ist im April verfügbar und kostet 2.299 Euro (UVP im auf 1.000 Stück limitierten Kit mit Batteriegriff und Tragegurt) bzw. 1.999 Euro (UVP Gehäuse).