Cewe zeigt sich positiv: Mehr FSC-zertifizierte Produkte, mehr Dividende, mehr Neuheiten

In einem umfangreichen Nachhaltigkeitsbericht berichtet Cewe regelmäßig über Fortschritte bei der Schonung von Umwelt und Ressourcen.

Cewe hat sich in den letzten Wochen auf positive ­Nachrichten konzentriert. So konnte das Unternehmen im Jahr 2021 den Anteil von FSC-zertifizierten Fotoprodukten in seinem Portfolio um mehr als 33 Prozent steigern. Auf der Haupt­versammlung wurden die ­Vorschläge der Verwaltung durchweg mit großen Mehrheiten gebilligt. Und Neuheiten gibt es aus Oldenburg auch.

Die Steigerung des Anteils von Fotoprodukten aus nachhaltig gewonnenen Materialien gab Cewe im Rahmen der Veröffentlichung des Nachhaltigkeitsberichts bekannt. Die eingesetzten Foto- und Digitaldruckpapiere sind nahezu vollständig nach dem FSC-Standard zertifiziert. Mit seinen selbst gesetzten Klimazielen platzierte sich der Bilddienstleister zudem unter „Europe’s Climate Leaders 2022“.

Für dieses Ranking haben die ­Financial Times und das Marktforschungsportal ­Statista in einer groß angelegten Erhebung über 400 europäische Unternehmen hinsichtlich der Reduzierung ihrer Emissionen im Verhältnis zu ihrem Umsatz untersucht. Wegen seiner Erfolge bei der Reduzierung der Emissionsintensität reihte sich Cewe zum zweiten Mal in Folge in die Liste der „Europe’s Climate Leaders“ ein.

Dazu beigetragen hat die konsequente Ausrichtung des Unternehmens auf Nachhaltigkeit, zu der die fünf Faktoren ehrliches und faires Verhalten, wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit, Umweltschutz und Ressourcenschonung, Verantwortung für ­Mitarbeitende und gesellschaftliches Engagement gehören. Diese Themenfelder bilden die fünf Säulen, auf die Cewe seine Nachhaltigkeitstrategie aufbaut. „Bei Cewe bedeutet Nachhaltigkeit auch Weitsicht”, kommentierte Thomas Mehls, Vorstand für Marketing, Neue Geschäftsfelder und Nachhaltigkeit. „Wir definieren Erfolg nicht kurzfristig und quartalsgetrieben, sondern setzen auf den langfristigen Ausbau des Unternehmens und der Marken. Eine Investition in die Zukunft, die sich für alle lohnt.“

Die Dimension ehrliches und faires Verhalten wurde nach Angaben von Cewe in der letzten Stakeholderbefragung im Jahr 2020 direkt nach dem Umweltschutz und der Ressourcenschonung als bedeutendste gewertet. Hierunter seien die Grundsätze unternehmerischer Verantwortung und des wirtschaftlichen Handelns ebenso zu verstehen wie Datenschutz und -sicherheit sowie Korruptionsbekämpfung und Compliance, erklärte das Unternehmen. Ein strategisches Zukunfts­thema für den Bildienstleister ist auch die verantwortungsvolle Nutzung von Technologien, vor allem im Hinblick auf die Entwicklung von digitalen Produkten und den Einsatz künstlicher Intelligenz (KI). In diesem Bereich hat Cewe sich im Jahr 2018 eine ­K­unden-Charta „Digitalisierung mit Verantwortung“ auferlegt, um eine verantwortungsvolle und kundenzentrierte Nutzung von digitalen Technologien zu gewährleisten.

Hauptversammlung ohne Sensationen

Ohne besondere Vorkommnisse ­verlief im Juni die ordentliche Hauptversammlung von Cewe, die nochmals als digitale Veranstaltung stattfand. Neues zur Debatte um die Besetzung der Position des Vorstandsvorsitzenden gab es dabei nicht. Die Aktionäre der Cewe Stiftung & Co. KGaA stimmten allen von der Verwaltung vorgeschlagenen Tagesordnungspunkten mit großer Mehrheit zu und bestätigten damit auch die höhere Dividende je Aktie . Sie steigt damit auf 2,35 Euro (Dividende im Vorjahr: 2,30 Euro); da bedeutete die dreizehnte Dividendensteigerung in Folge. Die Dividendenrendite auf Basis des Xetra-Schlusskursews am 14. Juni 2022 (81,60 Euro) beträgt 2,9 Prozent.

„Die hervorragende Unternehmenspositionierung, die hohe Ertragskraft im Kerngeschäft Fotofinishing und unsere sehr solide finanzielle Situation insgesamt ermöglichen es uns, im dreizehnten Jahr in Folge eine höhere Dividende auszuschütten”, kommentierte Dr. Christian Friege, Vorstandsvorsitzender der Cewe Stiftung & Co. KGaA. „Wir sind sehr stolz darauf, dass Cewe damit zu den wenigen deutschen Unternehmen gehört, die eine über so viele Jahre kontinuierlich steigende Dividende vorweisen ­können.“

Zwar stellten einige Aktionäre und Aktionärsvertreter Fragen zur aktuellen Personaldebatte an den Aufsichtsrat und den Vorstand. Antworten konnten aber nicht ernsthaft erwartet werden, da die Besetzung des Vorstandes dem Kuratorium der Neumüller Cewe ­Color Stiftung obliegt. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates, Otto Korte, und CEO Dr. Christian Friege betonten, die Angelegenheit solle intern ohne ­weitere öffentliche Debatten gelöst ­werden.