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Branchen-News Meldung:

4. Oktober 2019


Die Alpha 9 II von Sony soll noch mehr Profis für den japanischen Hersteller gewinnen.

Sony kündigt Vollformat-Kamera Alpha 9 II an

Mit der Alpha 9 II bringt Sony im Oktober eine neue Vollformat-Systemkamera auf den Markt, die vor allem für professionelle Fotografen mit den Schwerpunkten Sportfotografie und Fotojournalismus entwickelt wurde. Wie das Vorgängermodell Alpha 9 kommt die Kamera auf Blackout-freie Serienaufnahmen mit einem Tempo von bis zu 20 Bildern pro Sekunde. Dabei werden der Autofokus und die Belichtungsparameter mit 60 Berechnungen pro Sekunde nachgeführt. Zudem bietet das neue Modell zahlreiche Verbesserungen, die auf Anregungen professioneller Fotografen zurückgehen.


Dazu zählen unter anderem Vorteile bei der Vernetzung und Datenübertragung, Serienaufnahmen mit bis zu 10 Bildern pro Sekunde mit mechanischem Verschluss, eine höhere AF-Leistung mit verbesserten Algorithmen sowie ein strapazierfähigeres und ergonomischeres Gehäuse.

Mit einem integrierten 1000BASE-T Ethernet-Terminal kann die Alpha 9 II stabile Datenübertragungen im Gigabit-Bereich realisieren. Darüber hinaus unterstützt sie die sichere Dateiübertragung mit SSL- oder TLS-Verschlüsselung (FTPS) und wartet mit mehr Leistung bei PC-gesteuerten Aufnahmen (Tethering) auf. Die Auslöseverzögerung wurde ebenso verkürzt wie Verzögerungen des Live-View-Bildschirms, wenn die Desktop-Anwendung Remote Camera Tool verwendet wird. Um die Geschwindigkeit der eingebauten WLAN-Funktionalität zu erhöhen, wurde das 2,4-GHz-Band der ersten Alpha 9 um das schnelle 5-GHz-Band (IEEE 802.11ac) ergänzt. Die Standards IEEE 802.11a/b/g/n/ac werden allesamt unterstützt.

Um speziell die Arbeitsabläufe in Nachrichtenagenturen zu verbessern, hat die Alpha 9 II eine neue Sprachmemo-Funktion, mit der sich gesprochene Informationen als Notizen an Bilder anhängen und bei der Prüfung der Aufnahmen wiedergeben lassen. Die Sprachdateien können auch zusammen mit den Fotos weitergeleitet werden, um z. B. Redakteure mit Informationen zu versorgen. Alternativ kann ein Fotograf im Einsatz auch das Transfer & Tagging-Add-on zusammen mit der Imaging Edge Mobile App von Sony verwenden, um Sprachtags zusammen mit den Fotos auf sein Mobilgerät zu übertragen, die Sprachnotizen automatisch in Text umzuwandeln und den JPEG-Bildern in Form von IPTC-Metadaten hinzuzufügen. Dies kann automatisch oder manuell erfolgen.

Die Kombination von kabelloser Sprach-/Bildübertragung und automatischer Sprache-zu-Text-Konvertierung mit der Möglichkeit, Bilder mit angehängten Sprachnotizen automatisch via FTP zu übertragen, macht es Fotografen möglich, ihre Aufnahmen ohne den Umweg über ein Smartphone direkt an FTP-Server zu schicken. Um den Workflow zu beschleunigen, können die FTP-Einstellungen in der App über Bluetooth an die Kamera gesendet werden.

Wie der Vorgänger ist auch die neue Alpha 9 II mit dem mehrschichtigen 35 mm Exmor RS Vollformat-CMOS-Bildsensor mit 24,2 Megapixeln und integriertem Speicher ausgestattet. Damit ermöglicht sie geräuschlose Serienaufnahmen mit 20 Bildern pro Sekunde für bis zu 361 JPEG-Bilder oder 239 komprimierte RAW-Bilder in Folge ohne Sucher-Blackout. Mit mechanischem Verschluss kann Alpha 9 II bis zu 10 Bilder pro Sekunde schießen – etwa doppelt so viele wie die Alpha 9.

Der weiterentwickelte Bionz X Bildprozessor nutzt die schnelle Auslesegeschwindigkeit des Sensors und erzielt in Verbindung mit dem Front-End LSI im Vergleich zum Vorgänger höhere Geschwindigkeiten bei der AF/AE-Erkennung und der Bildverarbeitung. Auch die Genauigkeit der Gesichtserkennung wurde verbessert.

Dank verbesserter AF-Algorithmen erfolgt die Nachführung der Schärfe bis zu 60-mal pro Sekunde. Das erhöht sich die Leistung der Kamera bei Sportaufnahmen, bei denen sich auch der neue Anti-Flimmer-Modus positiv auswirkt, denn damit erkennt die Alpha 9 II Neonbeleuchtung und anderes künstliches Licht und passt die Einstellungen automatisch an.

Das AF-System des neuen Profimodells arbeitet mit 693 Phasenautofokuspunkten, die rund 93 Prozent des Bildbereichs abdecken. Sie werden durch 425 Kontrast-AF-Punkte ergänzt, damit auch Motive genau erfasst werden, die sich schnell bewegen. Das funktioniert auch bei abgeblendeten Serienaufnahmen bis zu F16. Zu den weiteren Leistungsmerkmalen des AF-Systems gehört die Echtzeit-Fokussierung mit Augenerkennung, bei dem der Schärfepunkt wahlweise auf das rechte oder linke Auge gelegt werden kann, ein Echtzeit-Augen-AF für Tiere (mit neuem Algorithmus) und für Videos, und Echtzeit-Tracking. Die Farbe des Fokusrahmens kann individuell eingestellt werden.

Das Rauschen im mittleren bis hohen Empfindlichkeitsbereich wird mit modernen Algorithmen reduziert. Zur Vermeidung von Verwacklungen  arbeitet in der Kamera ein Bildstabilisierungssystem mit fünf Achsen, das nach Angaben von Sony um bis zu 5,5 EV längere Verschlusszeiten ermöglicht.

Das robuste, staub- und feuchtigkeitsabweisende Gehäuse soll auch bei schwierigen Bedingungen die Anforderungen professioneller Fotografen erfüllen. Dafür wurden die Dichtungen an allen Gehäusekanten sowie an der Abdeckung des Akkufachs und am Medienanschluss verstärkt. Noch mehr Griffigkeit, Komfort und sicheren Halt bietet der optionale Vertikalgriff VG-C4EM von Sony.

Für bessere Ergonomie hat Sony bei der Alpha 9 II Tasten und Knöpfe überarbeitet sowie die Form und Position des hinteren Drehrads verändert. Ein USB Typ-C Anschluss sowie zwei Mediensteckplätze für UHS-I- und UHS-II-SD-Karten ermöglichen schnelle Datenübertragung, der Multi-Interface-Zubehörschuh der Kamera wurde um eine digitale Audio-Schnittstelle erweitert, mit der das neue Shotgun Mikrofon ECM-B1M oder das XLR-Adapterkit XLR-K3M direkt angeschlossen werden können.

Die Alpha 9 II von Sony soll 5.399 Euro (UVP Gehäuse) kosten.

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