Spacer
Spacer
Spacer
Spacer

Branchen-News Meldung:

13. Dezember 2018

OPC Optics erwirbt Markenrechte an Meyer Optik Görlitz

Die 2016 gegründete OPC Optical Precision Components Europe GmbH mit Sitz in Bad Kreuznach hat die Markenrechte an Meyer Optik Görlitz von der insolventen net SE bzw. der SEMI Verwaltung GmbH übernom,men. Der nach eigenen Angaben Spezialist für asphärische und sphärische Glaslinsen erschließt für sich mit der Übernahme von Meyer Optik Görlitz nun auch den Endverbrauchermarkt. Mit Hilfe des eigenen technologischen Knowhows und Synergien im Bereich der Objektivfertigung, sollen vorhandene Produkte verbessert, Produktionsabläufe professionalisiert und weitere Produkte entwickelt werden.


Das bisherige Portfolio der Meyer Optik umfasste zuletzt ca. 12 Objektivserien. Dieses, für einen Nischenhersteller, recht große Portfolio wird analysiert und entsprechend verschlankt. Es ist davon auszugehen, dass beliebte Modellreihen wie das Trioplan 100 oder das P58 (Typ Primoplan) fortgesetzt werden. Ob die von der net SE lediglich angekündigten Objektive wie das APO-Plasmat 105 oder das Nocturnus DSLR jemals umgesetzt werden ist derzeit unklar. Als Spezialist für hochpräzise asphärische und sphärische Linsen wird OPC Optics aber auch die als gesetzt geltenden Objektivmodelle untersuchen und weiterentwickeln, heißt es in einer Pressemitteilung.

Im Gegensatz zum bisherigen und nun insolventen Anbieter der Meyer Optik Objektive, heißt es weiter, wird OPC Optics mit Meyer Optik eine klassische Vermarktung anstreben. Weder Crowdfunding noch Vorverkäufe unveröffentlichter Produkte sollen zum Geschäftsmodell zählen. OPC Optics setzt zukünftig auf den eigenen Direktvertrieb sowie auf den stationären Fotohandel. Auf diesem Wege beabsichtigt OPC Optics einen reibungslosen und vor Allem transparenten Austausch mit seinen Kunden, betonte das Unternehmen.

Die Übernahme durch OPC Optics beinhaltet alle Markenrechte an Meyer Optik Görlitz und den dazugehörigen Produkten. Offene Forderungen von Kunden und Lieferanten gegenüber der net SE verbleiben bei der net SE. Somit müssten sich Kreditoren bezüglich dieser Angelegenheiten an den Verwalter der net SE wenden. OPC Optics, als Lieferant hochpräziser Asphären, gehört selbst zu den Lieferanten der net SE, die noch offene Forderungen an eben diese haben.

OPC Optics prüft im Zuge der Neuausrichtung der Marke, ob für Kunden der net SE, die ein Objektiv bezahlt und nicht erhalten haben, Preisnachlässe auf den Neuerwerb eines verfügbaren Objektives realisierbar sind. Auf Anfrage würden Kunden dann ein individuelles Angebot erhalten. Wann bzw. ob ein solches Modell angeboten werden kann, steht momentan noch nicht fest.

„Es war bedauerlich mit anzusehen wie Meyer Optik Görlitz, nach dem erfolgreichen Neustart im Jahr 2014, durch Qualitätsschwankungen, die vielen, teilweise parallelen Crowdfunding-Projekte über diverse Plattformen, Vorverkäufe unveröffentlichter Objektive über die eigene Internetseite und andauernde Lieferverzögerungen, immer mehr Reputation am Markt verloren hat“, so Timo Heinze, Geschäftsführer OPC Optics. „Nichts desto trotz sehen wir für uns nun die Chance, eine deutsche Traditionsmarke der Fotografie professionell und erfolgreich zu etablieren.“ „Dazu werden wir einen definitiv anderen, eher konservativen, Ansatz verfolgen und keinerlei Crowdfunding betreiben oder Vorverkäufe von Produkten anbieten. Man muss sich als Hersteller einfach die Zeit nehmen eine solche Marke wachsen zu lassen, sodass die eigenen Kapazitäten entsprechend mitwachsen können und eine gleichbleibend hohe Qualität sichergestellt werden kann.“

zu allen aktuellen Meldungen